Beruflicher Stress

„Nach 28 Jahren als Top-Manager machte mir meine Arbeit einfach keinen Spaß mehr. Ständig fühlte ich mich getrieben, gehetzt. Ich hatte permanenten Termindruck, oft Geschäftsessen, Meetings, Konferenzen bis spät in die Nacht und enormen Erfolgsdruck, denn die Konkurrenz war groß. Die Gewinne mussten stetig gesteigert werden. Also hieß es, die Auftragslage zu erhöhen, Löhne zeitlich begrenzt zu kürzen, Überstunden einzufordern, Urlaubsansprüche zu senken und anderes mehr. 24 Stunden erreichbar zu sein, war völlig normal – auch im Urlaub. Meine Frau flog bereits schon jahrelang alleine in den Urlaub, während ich allenfalls mal für ein paar Tage oder maximal eine Woche hinterher flog. Ich hatte zwar eine Ehefrau – unsere Kinder waren schon aus dem Haus, aber eigentlich war ich mit meiner Arbeit verheiratet. Ich konnte viele Jahre von Glück reden, dass sie das alles mitmachte und mir sozusagen den Rücken freihielt. Aber gerne tat sie das nicht. Das spürte ich, wenn wir tatsächlich mal abends zusammensaßen und uns austauschen konnten. So kam, was kommen musste: Eines Tages  `setzte sie mir die Pistole auf die Brust´ und forderte, entweder die Arbeit oder sie.

Ich wusste, sie hatte Recht, zumal auch die gesundheitlichen Probleme nicht mehr zu übersehen waren. Schon lange hatte ich extreme Schlafstörungen, ständiges Herzrasen, Sodbrennen, Verdauungsstörungen, war übernervös und konnte gar nicht mehr abschalten. Ich fühlte mich wie in einem Hamsterrad, das nicht mehr aufhören wollte, sich zu drehen. Doch was sollte ich tun? Ich hatte keine Zeit, mich zu pflegen. Mit dem Druck meiner Frau ging ich zum Arzt und tat, was ich noch nie getan hatte. Ich ließ mich krankschreiben. Über Freunde unserer Freunde hatte meine Frau von Ellen erfahren und so `schliff´ sie mich zu ihr. Gott sei Dank tat sie das, denn was ich nun erleben durfte, war Balsam für meinen Körper und meine Seele. Unvorstellbar schön, was sich nun für mich und in mir veränderte.

Bei Ellen lernte ich zu sagen: „STOP!“ Das war nicht leicht, denn ich stand ja anfangs noch voll `unter Strom´. So brachte mir Ellen zuerst einmal bei, innerlich ruhig zu werden. Dazu machten wir viele verschiedene Übungen, die ich natürlich zu Hause fortsetzen musste. Zu diesen gehörten z.B. Atemübungen, Meditationen und progressive Muskelentspannung, aber auch ihre Arbeit an meinen Energiepunkten brachten mich in eine tiefe Ruhe und Entspannung. Letztendlich beherrschte ich sogar das Powernapping, das ich überall anwenden konnte.

Auf der anderen Seite weckte sie wieder meine Lebensgeister mit Hilfe von rhythmischer Musik. Wir tanzten gemeinsam mit dem ganzen Körper, bei dem man sich zur Musik frei bewegt. Arme, Beine, Hüfte und Kopf machen dabei, was auch immer sie wollen. So `verrückt´ hatte ich meinen Körper noch nie bewegt. Herrlich! Ich fühlte mich befreit und gelöst von allem, was mich belastete. Ich jauchzte, so wohl, so lebensfroh fühlte ich mich.

Anschließend befassten wir uns intensiv mit meinen beruflichen Aufgaben, Stresssituationen, Organisationsstrukturen und anderem mehr. Wir schauten gemeinsam hin, wie ich z.B. in all diese stressigen Situationen geraten war und wie ich sie vermeiden konnte. Welchen Anteil hatte ich selbst daran und damit eben auch an meinem mich Fühlen, an meinen Entscheidungen und Reaktionen; denn all das kann nur ich selbst durch eigene Verhaltens- und Einstellungsänderungen lösen - und genau die erarbeiteten wir. Wir machten dazu verschiedene Aufstellungen, ich befasste mich mit meinem Selbstbild, indem ich es zeichnete und auch mit verschiedenen Gegenständen `legte´. Ich wurde mir klar über meine Wünschen und Zielen für mich selbst sowie meine Vorstellungen über ein glückliches, zufriedenes Leben mit mir selbst. Denn bevor Letzteres nicht gegeben ist, kann ich auch andere Menschen nicht glücklich und zufrieden machen. Mir wurde bewusst, wie viele schöne Dinge ich gar nicht mehr wahrgenommen und damit auch gar nicht mehr genossen hatte. Endlich erkannte ich diese von mir völlig ungenutzten Kraftquellen, wie z.B. die Natur mit all ihren Farben und Gerüchen, Blumen, Tieren, Flüssen, Seen. Ich machte kürzere und längere Spaziergänge mit meiner Frau. Das erinnerte uns an unsere jungen Jahre, wir schwelgten dabei in schönen Erinnerungen und lachten. Meine Güte, wie lange hatten wir beide schon nicht mehr so herzhaft miteinander gelacht. Sonntags gingen wir gemeinsam Schwimmen oder in die Therme oder in die Sauna oder fuhren mit unseren Pedelecs oder was auch immer. Damit das alles auch nach meiner Krankschreibung weiterhin funktionierte, erstellten Ellen, meine Frau und ich einen Plan, wie oft in der Woche wir uns wie viel Zeit für uns und auch jeder für sich nehmen möchte. Und der Plan wurde durchgezogen. Es konnte sicherlich mal sein, dass vor allem ich ihn durch berufliche Verpflichtungen nicht immer genau einhalten konnte, aber was vorrübergehend nicht umgesetzt werden konnte, wurde nachgeholt. Das Ganze hatte deshalb geklappt weil ich wirklich und überzeugt gelernt hatte, mich selbst, meine Wünsche und Bedürfnisse sowie auch meine Frau, ihre Wünsche und ihre Bedürfnisse ganz ernst zu nehmen. D.h., ich setzte fortan Außenstehenden Grenzen und organisierte meinen Terminkarlender zu 90% so, dass weder ich, noch meine Frau, noch wir beide zu kurz kamen.

Ellen hat mit mir und auch mit meiner Frau noch so manch anderes besprochen, analysiert, strukturiert und so weiter. Das lässt sich aber in diesem Rahmen nicht ausdifferenziert darstellen.

Ellens psychologische Beratung wurde sehr hilfreich unterstützt durch die verschiedenen Massagen, die sie anbietet. Darunter waren z.B. die Raintrop-Massage, die Ganzkörpermassage in Form von LomiLomi, die Nacken- und Schultermassage, Kopfmassage und die Arbeit an meinen Energiepunkten. Ich wurde innerlich ruhig, konnte wieder glasklar denken, war konzentriert, nichts brachte mich mehr aus der Ruhe, ich konnte endlich wieder gut schlafen, war ausgeglichen, meine Muskulatur fühlte sich wieder geschmeidig an, weil alle Verspannungen aufgelöst waren, die Verkrampfungen  in meinen Füßen waren weg und sie schwitzten auch nicht mehr. 

Heute kann ich souverän mit dem Druck umgehen, weil ich weiß, was ich falsch mit mir selbst gemacht hatte. Konflikte und Probleme lasse ich nicht mehr tief an mich heran. Und was mir ganz besonders wichtig geworden ist: Meine Frau, unsere Kinder, unser aller Gesundheit und unser gemeinsames Glück. Es gibt nun feste Zeiten, in denen ich für meine Frau da bin. Wir beide unternehmen nun deutlich mehr miteinander, unterhalten uns viel mehr, intensiver und aufmerksamer miteinander und ich betätige mich endlich auch wieder körperlich. D.h., wir gehen gemeinsam spazieren, Sonntagsmorgens geht es zusammen zum Schwimmen, wir machen Radtouren und wir nehmen zweimal pro Woche an einem Kurs für Wassergymnastik teil. Meine Frau fährt auch nicht mehr alleine in den Urlaub, sondern ich nehme mir die ganzen Urlaubstage für uns zwei FREI. Unsere Kinder kommen heute viel lieber zu uns nach Hause, weil sie einen entspannten Vater erleben, der auch für sie da ist, wenn sie kommen oder ihn brauchen. Wir lachen endlich wieder miteinander und haben Spaß im Hier und Jetzt.

Leicht war dieser Weg nicht. Er forderte oft eine schmerzhafte Selbstreflexion. Vor allem am Anfang sträubte ich mich sehr, anzunehmen, was Ellen von mir wollte bzw. was mir klar werden durfte. Ich bin ein Top-Manager, der bis dato große Verantwortung trug, alles selbst bestimmte, organisierte, beurteilte, entschied, der sich nichts sagen ließ und selbst der Herr und Meister war. Mich in ein ruhiges Fahrwasser zu bringen, war gewiss auch für Ellen eine schwere Aufgabe. Ellen überzeugte mich mit ihrer liebevollen, sehr geduldigen, fachlich hoch qualifizierten, strukturierten Art und Weise und vor allem durch ihre Ergebnisse ihrer Arbeit, die ich in mir und mit meinem Körper spürte. Und als dann auch noch Kollegen mich schon während meiner Behandlung auf meine Veränderungen aufmerksam machten, da war dies für mich nur noch eine weitere Bestätigung der hervorragenden Arbeit, die Ellen leistete.

Drei Monate später rief ich sie an und bat sie, in unserem Unternehmen ein Mitarbeitercoaching durchzuführen. Die Ergebnisse waren großartig. Die Kollegialität, das Arbeitsklima, die strukturellen Abläufen im Unternehmen und anderes mehr wurden überaus deutlich verbessert. Wir alle fühlten uns wie eine gut funktionierende Gemeinschaft mit gleichen Zielen.

Wir, die Führungskraft, sind heute auch sehr sensibel im Erkennen von Mobbing und tun alles, um dieses unsere Mitarbeiter krankmachende Thema in jeglicher Hinsicht zu vermeiden.

Heute haben wir zudem mehrere Ruheräume, in denen unsere Mitarbeiter in ihren Pausen abschalten können. Die Arbeitszeiten wurden verbessert, die Mitarbeitermotivation hat sich spürbar verbessert und die Krankschreibungen sind deutlich reduziert. Für Väter und Mütter wurde ein Konzept entwickelt, damit wir auf ihre unerwarteten Bedürfnisse und Nöte eingehen können, ohne dass sich hierdurch andere Mitarbeiter benachteiligt fühlen. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter war im Ergebnis hervorragend, weil das positive Arbeitsklima dies nun möglich machte. Ich könnte hier noch andere Verbesserungen auflisten, aber ich denke, jeder versteht, was Ellen in unserem Unternehmen an Positivem bewirkt hatte.

Das neue Auszubildenden-Konzept, das wir gemeinsam mit Ellen erarbeitet und aufgebaut haben, ist für die betroffenen Menschen wie auch für das Unternehmen phänomenal. Hier möchte ich nun aber doch enden, denn dies darzustellen, sprengt nun wirklich den Rahmen."